Israel mordet und mordet. Die Welt weiss es und schaut zu
Die Botschaft, die der Völkermord in Gaza an den Rest der Welt sende, sei «unmissverständlich», erklärt Chris Hedges. Es sei «eine angekündigte Katastrophe» – so der Titel seines neuen Buches.
Seine Reportagen sind im Rahmen einer «gewaltsamen Neuordnung» im Nahen und Mittleren Osten zu verstehen. Die Toten, die Verwüstung, das Unrecht, das den Palästinensern angetan wird, sind im Libanon, Syrien, Jemen, Iran bereits Realität. Diese Entwicklung verantworten Israel und seine von den USA geführten Partner.
Chris Hedges: Eine angekündigte Katastrophe

Die Reportagen aus der Zeit zwischen 1980 und 2000 sowie aktuelle Berichte aus dem Westjordanland und über Palästinenser, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, hat «Seven Stories Press», New York, im Februar 2026 unter dem Titel «Genocide Foretold» veröffentlicht («Der angekündigte Völkermord»). Der Wiener Promedia Verlag hat das Buch unter dem Titel «Eine angekündigte Katastrophe» veröffentlicht. Die meisten der zitierten Zeitzeugen aus Palästina sind unterdessen bei israelischen Angriffen getötet worden.
Chris Hedges, Promedia Verlag Wien, 2026, 200 Seiten, 23.00 Euro oder 31.90 CHF. Überleben und Widerstand, Reportagen aus dem besetzten Palästina. In seinem Buch gibt er zahlreichen dieser Zeugen eine Stimme.
Israels Einreiseverbot
«Liebes Kind, es ist nach Mitternacht. Ich fliege mit einer Geschwindigkeit von Hunderten Meilen pro Stunde durch die Nacht. Tausende Meter über dem Atlantischen Ozean. Ich reise nach Ägypten. Ich will dort zur Grenze nach Gaza, bei Rafah. Wegen Dir.»Diesen «Brief an die Kinder in Gaza» hatte Christ Hedges am 9. November 2023 geschrieben. Doch wie alle ausländischen Journalisten erhielt er von den israelischen Behörden seit dem 7. Oktober 2023 keine Erlaubnis mehr, in den Gaza-Streifen einzureisen. Der Gaza-Streifen war komplett abgeriegelt und wurde 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche bombardiert. Journalisten waren aus vielen Teilen der Welt gekommen, um an dem Grenzübergang Rafah gegen ihre Aussperrung zu protestieren. Vergeblich, bis heute dürfen ausländische Journalisten nur «eingebettet mit der Israelischen Armee» dorthin fahren.
Chris Hedges kennt den Gaza-Streifen vermutlich besser als jeder israelische Soldat, der dorthin geht, um zu töten. Sieben Jahre lebte er in dem Küstenstreifen und im Westjordanland in den 1990iger-Jahren. Er berichtete über die erste Intifada (1987 – 1993). 2000 kehrte Hedges in den Gaza-Streifen zurück und berichtete aus dem Flüchtlingslager Khan Younis und dem angrenzenden Lager Mawasi über die Zweite Intifada (2000-2005).
Chris Hedges ist ein grossartiger Reporter. Er ist vor Ort, er spricht die Sprache der Menschen, denen er begegnet. Er begleitet sie, er lebt in ihrer Nachbarschaft, er lässt sie in seinen Reportagen zu Wort kommen. Hedges hat Prinzipien, die ihm im Laufe seiner Arbeit immer wieder Probleme bereiteten und von denen er nie abliess. Er ordnet sich nicht der Militärzensur unter, er lehnt «embedded journalism» ab, den in eine Armee «eingebetteten» oder «integrierten» Journalisten-Pool. Dieses Instrument hatte die US-Armee im Irak 1991 eingeführt.
In seinem Vorwort fasst Hedges das Geschehen nach dem 7. Oktober 2023 in knappen Worten zusammen:
«Zunächst ging es um Israels Recht, sich zu verteidigen. Dann folgte ein Krieg, in dem laut Israels eigener militärischer Geheimdienstdatenbank 83 Prozent der Opfer Zivilisten waren. Die 2,3 Millionen Palästinenser im Gaza-Streifen, die unter einer israelischen Luft-, Land- und Seeblockade leben, besitzen keine Armee, keine Luftwaffe, keine motorisierten Truppenverbände, keine Panzer, keine Marine, keine Raketen, keine schwere Artillerie, keine Flotten tödlicher Drohnen, keine hoch entwickelten Ortungs- und Überwachungssysteme, die sämtliche Bewegungen erfassen, und keinen Verbündeten wie die Vereinigten Staaten, die Israel seit dem 7. Oktober 2023 mindestens 21,7 Milliarden Dollar an Militärhilfe gewährt haben.»
Eine Million Menschen soll arm bleiben
Hedges verweist auf das Kräfteverhältnis, mit dem Israel, die USA und deren Bündnispartner vor den Augen der Welt neue Massstäbe gesetzt haben. Die Welt soll sich an diese gewöhnen. Die Botschaft an den Rest der Welt, in der «mehr als eine Milliarde Menschen von weniger als einem US-Dollar leben – der international markierten Armutsgrenze –, ist unmissverständlich», schreibt Chris Hedges: «Wir besitzen alles, und wenn ihr versucht, es uns wegzunehmen, werden wir euch töten.»
Die neue Weltordnung werde «aussehen wie Gaza», schreibt der Autor. «Riesige Lager, Hunger, Zerstörung der Infrastruktur und der Zivilgesellschaft. Massenmord, umfassende Überwachung, Hinrichtungen, Folter einschliesslich Schläge, Elektroschocks, Waterboarding, Vergewaltigung, öffentliche Demütigung […]».
Imperien würden immer dann zum Instrument des Völkermordes greifen, wenn sie sich bedroht fühlten. Hedges erinnert an einige der Massaker, die europäische Kolonialmächte weltweit verübten, um ihre Herrschaft und ihren Reichtum zu wahren. «Fragen Sie die amerikanischen Ureinwohner, fragen Sie die Herero und Nama, fragen Sie die Armenier, fragen Sie die Überlebenden von Hiroshima oder Nagasaki. Fragen Sie die Inder, die die Hungersnot in (British-Indisch) Bengalen überlebt haben, oder die Kikuyu, die sich in Kenia gegen ihre britischen Kolonialherren auflehnten.»
Seit mehr als hundert Jahren gönnen die ehemaligen imperialen Kolonialmächte aus Europa, das 1948 gegründete Israel sowie seine Partnerländer den Palästinensern nichts. Nicht ihr Land, nicht ihre Geschichte, nicht ihr Meer, nicht den Himmel, der sich vom östlichen Mittelmeer weit über das Land Palästina erstreckt. Sie gönnen den Palästinensern nicht ihren Staat, nicht einmal Flüchtlingslager, in die sie vertrieben wurden. Sie gönnen ihnen nicht ihre Familien, nicht ihre Kinder, nicht ihre Erinnerung, nicht ihr Leben und nicht einmal ihre Friedhöfe sollen Bestand haben.
Eine angekündigte Katastrophe
2024 konnte Hedges über Jordanien nach Ramallah in das Westjordanland reisen. In der Reportage «Das alte Übel» (Kapitel 1) beschreibt er die Machtverhältnisse in einem Land, das militärisch kontrolliert, von Siedlerbanden verdrängt und von einer hohen Mauer durchtrennt wird. Ein junger Mann fährt ihn mit seinem alten Mercedes durch dieses Land. Der Mann hat seine Arbeit nach dem 7. Oktober 2023 verloren. Er weiss nicht, wie er Frau und die vier Kinder, geschweige denn weitere Angehörige versorgen soll. Hedges notiert in knappen Sätzen, was dieser Mann zu sagen hat: «Die Menschen sind verzweifelt. Immer mehr hungern.»
Hedges besucht in Ramallah den Schriftsteller Atef Abu Saif, einen alten Freund. Der sass mit seinem Sohn nach dem 7. Oktober 2023 im Gaza-Streifen fest, wo sie Angehörige besucht hatten. Es dauerte Monate, bis Abu Saif über Ägypten nach Jordanien und von dort zurück nach Ramallah reisen konnte. Über diese Zeit schrieb er das Buch «Schau nicht nach links: Tagebuch eines Völkermords».
Dass Auszüge aus dem Buch in renommierten US-Zeitungen wie der «New York Times» und «Washington Post» erschienen, könnte darauf zurückzuführen sein, dass Abu Saif einmal Kulturminister in der palästinensischen Autonomiebehörde war. Doch die Welt schaute weg. Der Schriftsteller sagte zu Chris Hedges: «Ich lebe immer noch in Gaza». Sein Sohn sehe immer noch Leichen, sagte er. Er selber schlafe auf einer Matratze auf dem Boden, wie in dem Zelt in Gaza, wo er und sein Sohn lebten. Nachts liege er wach und denke «an diejenigen, die wir zurückgelassen haben und die auf den plötzlichen Tod warten».
Schreiben und Fotografieren in Kriegszeiten seien «Akte des Widerstandes», so Hedges über seinen Freund Abu Saif. Sie dokumentierten nicht nur Fakten, sondern auch «die Struktur und Heiligkeit der verlorenen Leben und Gemeinschaften, und die Trauer um sie». Sie zeigen der Welt, «wie sich Krieg anfühlt». Deshalb würden Schriftsteller, Fotografen und Journalisten von den Aggressoren im Krieg – auch von den Israelis – gezielt ausgelöscht. «Sie sind Zeugen des Bösen», so Hedges.
«Wenn ich sterben muss»
Der Dichter Rifaat Alareer, Professor an der Islamischen Universität Gaza, hatte einen Monat vor seinem gewaltsamen Tod ein Gedicht für seinen Sohn geschrieben hatte. Unter dem Titel «If I must die» («Wenn ich sterben muss») wurde das Gedicht weltweit bekannt und sozusagen zu seinem Vermächtnis. Alareer wurde am 8. Dezember 2023 bei einem israelischen Luftangriff getötet. Das Gedicht wurde in 80 Sprachen übersetzt – und doch scheint es niemand in Israel oder in den Regierungsgebäuden derjenigen, die Israel weiter bewaffnen, gelesen oder gar verstanden zu haben. Auch nicht in Deutschland, einst «Land der Denker und Dichter».
Hedges nimmt seine Leser mit bei seiner Fahrt und seinen Beobachtungen durch das besetzte, von Armee und Siedlern drangsalierte Westjordanland. Und vielleicht verwundert, wie auch der Autor, mag der Leser schliesslich feststellen, dass die Palästinenser trotz allem Rassismus, aller Zerstörungswut, aller Gewalt, die ihnen täglich entgegenschlägt, standhalten: «Sie weigern sich, sich zu unterwerfen», schreibt Hedges. «Sie leisten Widerstand trotz der Übermacht und schöpfen aus einem bodenlosen Brunnen der Verzweiflung noch die kleinsten Funken Hoffnung. Es gibt ein Wort dafür: heldenhaft.»
In dem Text über den «angekündigten Völkermord» geht Hedges weit in die Geschichte zurück. Er erklärt, was Israel in Gaza angetan habe, sei angekündigt worden: die Enteignung des palästinensischen Landes oder die ethnische Säuberung, die sich zwischen 1948 und 1967 vollzog. Er schreibt über Dr. Abdel Aziz Al-Rantisi und Scheich Ahmed Ismail Hassan Yassin, die die Hamas gründeten. Al-Rantisi war ein angesehener, in Alexandria ausgebildeter Kinderarzt, Hedges kannte die Familie. Und so beschreibt er dessen Werdegang, der wenig mit dem «dämonisierten Bild der Hamas» zu tun hat, das in den Medien heute verbreitet wird.
Autonomiebehörde auf der Seite Israels
Hedges beschreibt die politischen Versuche der Palästinenser, sich zu einen und zu stärken und wie diese Mühen immer wieder von Angriffen der Israelis, Festnahmen, Verwüstungen zerstört werden. Die Hamas habe – anders als meist dargestellt – die Unterstützung einer Mehrheit der Palästinenser, nicht nur im Gaza-Streifen. Die Palästinensische Autonomiebehörde gelte nicht nur im Gaza-Streifen als Kollaborateur mit der israelischen Besatzungsmacht. Denn sie habe es nicht geschafft, die Menschen vor Verhaftungen, der Zerstörung ihrer Häuser, dem Tod ihrer Angehörigen gegen Israel zu schützen. Dafür wird sie von der EU und anderen bezahlt, die die Autonomiebehörde so zu «Reformen» drängt. Was so viel heisst: Kooperation mit Israel gegen die Hamas.
So werden viele zornige junge Palästinenser herangezogen, die von Israel nichts als Gewalt, Gefangennahme, Tod und Zerstörung kennengelernt haben. Die Jugendlichen würden Israel hassen, weil Israel sie hasse, so Hedges. «Jedes Schulkind, dem Böses angetan wird, tut wieder Böses.»
«Niemand ist gegen den Durst der Rache immun»
Zum besseren Verstehen erinnert Hedges an Chaim Engel, der am Aufstand im Nazi-Vernichtungslager Sobibor in Polen teilnahm. Er beschrieb, wie er im Lager einen deutschen Wachmann mit einem Messer angriff und tötete. Bei jedem Stich sagte er: «Das ist für meinen Vater, das ist für meine Mutter, das ist für alle diese Menschen, diese Juden, die Ihr getötet habt.» Was Engel dem Wachmann angetan habe, sei nicht weniger grausam gewesen als das, was die Hamas und andere Widerstandskämpfer im Oktober 2023 den Israelis antaten», so Hedges, «nachdem sie aus ihrem eigenen Gefängnis geflohen waren».
Ohne einen Zusammenhang herzustellen, ohne den Kontext zu kennen oder zu nennen, sei so ein Vorgehen «nicht zu verstehen». Man müsse den Hintergrund von 17 Jahren Gefängnis in Betracht ziehen. Man müsse den Kontext verstehen, um den Kreislauf von Gewalt zu durchbrechen, so Hedges. Niemand sei «gegen den Durst nach Rache immun».
Nach dem 7. Oktober 2023 reagierte Israel mit Rache. Die Tausenden von Toten auf palästinensischer Seite, darunter mindestens 20’000 Kinder, die massive Zerstörung wird bei der nächsten palästinensischen Generation wiederum Rache hervorbringen. Dieses Mal allerdings betrifft der Krieg nicht nur Palästina, sondern Libanon, Syrien, Iran, Jemen – eine ganze Region wird sich eines Tages gegen Israel und seine Partner wenden. Schon heute wird Israel von den arabischen Staaten als das Land beschrieben, das die gesamte Region destabilisiere.
Die Lobby
Hedges beschreibt detailreich, wie die israelische Regierung über das Ministerium für strategische Angelegenheiten die Öffentlichkeit in den USA beeinflusst. Er berichtet über eine verdeckte Recherche des katarischen Nachrichtensenders Al Jazeera mit dem Titel «Die Lobby – USA»: Ein Student, der sich als pro-israelisch ausgibt, dokumentiert mit versteckter Kamera, wie die israelische Regierung und der Geheimdienst Organisationen der Israel-Lobby in den USA benutzen, um Akademiker, Studierende, Journalisten oder Abgeordnete auszuspähen, welche beispielsweise Boykott, Desinvestition, Sanktionen oder die BDS–Kampagne unterstützen.
Besonders aktive Organisationen in den USA sind demnach AIPAC, StandWithUs und The Israel Project. Sie versuchen ausgespähte Personen öffentlich zu diffamieren, ihre Ehen, Beziehungen oder auch berufliche Karrieren zu zerstören. Abgeordnete im Kongress erhalten Einladungen in israelische Badeorte und Geldgeschenke, um pro-israelische Anträge im Kongress – beispielsweise für neue Waffenlieferungen – zu befördern.
Auf Druck Israels wurde damals die Ausstrahlung der vierteiligen Serie von Al Jazeera gestoppt. Allerdings wurden vorab erhaltene Kopien von Electronic Intifada, Orient XX1 (Frankreich) und von der libanesischen Zeitung Al Akhbar im Internet veröffentlicht.
Es folgte eine ähnliche Al Jazeera-Recherche über die Lobby in Grossbritannien. Ziel war auch hier, die BDS-Kampagne zu diffamieren und den Labour-Politiker Jeremy Corbyn zu stürzen. Die einzelnen Episoden und Serien können über die angegebenen Links angesehen werden.
Für die Auslandspionage, die Einflussnahme auf Medien und Politik und Cyber-Aktivitäten zugunsten Israels ist das israelische Ministerium für strategische Angelegenheiten zuständig. Es kooperiert mit israelischen Geheimdiensten und israelischen Botschaften in den betroffenen Ländern. Aktivisten, die in diesem Sinne tätig werden, werden meist auch finanziert.
Dieses Engagement lief nach dem 7. Oktober 2023 zur Höchstform auf, israelische Fahnen wurden selbst auf den Marktplätzen und vor Rathäusern deutscher Städte gehisst. Die israelische Armee vernichtete derweil die Menschen in Gaza und ihre Lebensgrundlagen.
Das Buch von Chris Hedges bezieht sich in vielem auch auf die Ereignisse in den USA: die Verfolgung von Studierenden und Lehrpersonal, die Kriminalisierung der Solidaritätsbewegung, die Verbote von Protestcamps auf dem Campus der Columbia Universität New York, wo Hedges sich mit Aktivisten traf und immer wieder mit ihnen sprach. Er durchleuchtet die Vorgänge im Kongress, in Medien, die sich mehrheitlich dem Druck aus Israel beugten. Die USA sind der grösste Waffenlieferant an Israel, Protest und Widerstand gegen die Unterstützung des Völkermordes in Gaza waren dort besonders stark.
Deutschland liefert Waffen und Aufklärung
Deutschland allerdings steht nicht weit hinter den USA zurück und reagiert – wie die USA – mit massiver Kriminalisierung. Die Bundesregierung rückt immer enger an Israel und auch an die rechte Netanyahu-Regierung heran und hat während des Völkermordes in Gaza – bis auf eine kurze Frist – weiter Waffen und Aufklärung geliefert.
Deutsche Minister reisen häufig nach Israel und vereinbaren kulturelle und bildungspolitische Zusammenarbeit. Sie kaufen israelische «Verteidigungstechnologie», die in Gaza und im Westjordanland getestet und offenbar für gut befunden wurde. Sie vereinbaren gemeinsame Trainingsprogramme im militärischen und polizeilichen Bereich, israelische Drohnen-, Rüstungs- und Überwachungstechnologie bekommt ein festes Zuhause in Deutschland und soll in ausgemusterten Werken der deutschen Automobilindustrie (VW) angesiedelt werden.
Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese, die von Hedges auch jenseits seines Buches zitiert und interviewt wird, hat aufgrund ihrer Recherchen wiederholt auf die Verantwortung der Bundesregierung, von Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitutionen hingewiesen, die eng mit der israelischen Armee kooperieren.
Als Hedges den «Brief an die Kinder in Gaza» verfasste, stand der Gaza-Streifen in Flammen. Ganze Familien wurden ausgelöscht, ihre Familienhäuser wurden über den Köpfen der Menschen zerbombt. Die israelische Armee verteidigte sich nicht, sie nahm Rache. «Wir haben Euch im Stich gelassen», heisst es am Ende des Briefes an die Kinder in Gaza, den Chris Hedges am 9. November 2023 geschrieben hatte.
Dieser Brief ist der abschliessende Text im Buch.
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Dies ist eine leicht gekürzte Buchbesprechung, die Karin Leukefeld zuerst bei Globalbridge veröffentlichte. Zwischentitel von der Redaktion.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine. Karin Leukefeld ist freie Journalistin und Buchautorin. Sie berichtet aus Ländern des Mittleren Ostens. Ihre Reportagen für verschiedene Medien sind auch auf ihrer Webseite zu finden.
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Meinungen in Beiträgen auf Infosperber entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.








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